Wildwasser-Kajak-Tour auf der Soča (Slowenien)



In den julischen Alpen - direkt am Dreiländereck Slowenien, Österreich, Italien am Nationalpark Triglav - befindet sich der schönste Wildwasserfluss Europas: die Soča (gespr. ßótscha)
Smaragdgrünes Wasser (Trinkwasserqualität), runde weiße Felsen und eine artenreiche idyllische Natur prägen das Soča-Tal.



Die Flussabschnitte bieten im Tal einfache aber auch kurvenreiche Strecken für AnfängerInnen (WW I-II) mit vielen Kiesbänken für Zwischenstopps.
Auf ihren 50-60km bietet die Soča im Verlauf immer schwierigeres Wildwasser und verblockte Passagen für Fortgeschrittene (WW II-IV) mit kurzen und heftigen Klammstrecken, bis hin zur berüchtigten Soča-Schlucht (X).
Es gibt Vormittags- und Nachmittagsgruppen (4-5 Stunden pro Tag), so dass eine klare Trennung von Freizeit und Kurs erfolgt. In den notwendigen Pausen bleibt also etwas Zeit zur Erkundung der wunderschönen Natur. Wer mehr Auszeit braucht, kann auch optional am nächsten Tag die Gruppe wechseln, die nach Engagement und Intuition aufgeteilt werden.


Zulassungsvoraussetzung:
volljährig, gute Schwimmerfahrung (Kraulschwimmen ist Pflicht!), wasser-/kälte-/campingfest mit entsprechender Kleidung/Ausrüstung, sollte von der Statur in ein Boot passen, Vorkasse, telefonische Rücksprache

Termine:
   
Soca-Kurs I 02.08.-16.08.
Soca-Kurs II 17.08.-24.08.

In 2014 finden nur Fahrten von unserem Kooperationspartner TU Berlin statt.
   

Zusätzliche Kosten:
- [Soča-Kajak-Befahrungskarte] (10 €/Woche).
- gemeinsame Essens- und Getränkekasse (ca. 50 €/Woche, jedoch keine Pflicht, sich zu beteiligen)
- Anreise-/Fahrtkosten, ggf. Straßenmaut (ca. 2 x 9,50 €) und 10-Tages-Autobahn-Vignette (7,90 €)
    Achtung! Für Slowenien wird in unserer Region keine Autobahn-Vignette benötigt.
- Kanu-Material & Bekleidung: Neoprenanzug/Paddeljacke auf Anfrage mietbar [Packliste].

Kursinhalt:
 - PSA, Ausrüstung und Benutzung, Planung/Organisation von Fahrten
 - vermittelt werden aktuelle Fahrtechniken und die Unterschiede werden spürbar deutlich
 - besonderer Wert liegt auf kraftschonender, da biomechanisch korrekter Körperhaltung
 - Basistechniken, Bootskontrolle-/gewöhnung, Mobilisation, Paddeln ohne Paddel
 - Grund-, Bogen-, Stütz-, Steuer-, Ziehschläge
 - einfache und erweiterte Schlag-Kombinationen
 - Kehrwasserfahren/-pendeln und Traversieren 
 - Wildwasserschwimmen, Queren, Kehrwasserschwimmen, Waten im Wildwasser
 - Kommunikation im Wildwasser / Sicherheit / Rettung
 - Einzelkorrektur in der Praxis
 - ausgereifte Methodik - bei Bedarf mit Videoanalyse
 - situativ eingebundene Theorie - dann, wenn es passt
 - Selbst-Wahrnehmung und Einschätzung
 - abendliche Feedbackrunde mit beiden Gruppen und tägliche Zusammenfassung des bisher Erlernten


für die Fortgeschrittenen:
 - Gefahreneinschätzung und Entscheidungsfindung
 - Ein- und Aussteigen an schwierigen/ungünstigen Stellen
 - Optimieren der Züge für die gewählte Linie
 - Bootssicherung und Bergung nach aktuellem Stand
 - Korrektur und Effizienz bei der Eskimo-Rolle
 - surfen/reiten in der stehenden Welle/Walze
 - Sprünge/boofen/schanzen
 - Bootssteuerung durch Kanten / Unterschneiden
und nebenbei ein wenig slowenisches Essen und Grundvokabular vom Slowenen



Unterkunft:
Wir campen bei Maks auf seinem Kamp Liza, Vodenca 4, 5230 Bovec
Hier haben wir Stromanschluß und gepflegte Spültische an unserem Bereich. Desweiteren sorgt Maks für saubere Toiletten, regelbare Duschen (ohne Münzeinwurf oder Begrenzung) und wer es braucht auch Waschmaschine+Trockner.


Verpflegung:
Für die Verpflegung nutzen wir die Supermärkte im 4km entfernten Bovec (gespr. bouts) und Grill + Benzin-/Elektrokocher. Dafür machen wir unkompliziert eine Essenskasse und bilden Gruppen für den Einkauf, Kochen + Spülen, Lagerfeuer. Durch die Trennung in zwei Gruppen (vor- und nachmittags) ist ideale Arbeitsteilung im Campingplatz möglich und das Camp bleibt nicht den ganzen Tag unbeaufsichtigt.
Bei sehr schlechtem Wetter (im Schnitt an 1-2 Tagen pro Woche) gehen wir optional in ein Restaurant. Bovec bietet eine gute Infrastruktur bei kurzen Wegen mit viel Gastronomie.


Equipment:
unsere Ausrüstung von der Deutschen Sporthochschule Köln umfasst Boote von Eskimo, Piranha
und hochwertige Sicherheitsausrüstung von "hf"
Nachtrag: 2008 neue Boote, Helme, Neopren-Spritzdecken (Palm), Schwimmwesten, Paddel (Werner)


[Anfahrt]
Meist ist es kein Problem, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Mitfahrgelegenheiten zu bekommen.
Kontakt:
Samo Borštar  - Vorsitzender des Hochschulsports der DSHS Köln, Leiter des Kanuressorts im campussport köln, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wildwasserrettung e.V.
eMail:          2014.SS@kanuakademie.de
Tel.:            auf Anfrage

Zur Sprache:
Keine Angst vor den Slowenen. Sie sind sehr warmherzig, verstehen alle Deutsch; so nah an der Grenze sprechen es die meisten auch. Und Englisch ist dort Schulpflicht. Obwohl es eine für slavische Sprachen langsame und vokalbetone Sprache ist, gibt es durch viel genuschele und gutem Wein bei 1.9 Mio. Einwohnern 49 Dialekte!
Verlieben tut man sich in jeden, der aus der Hauptstadt Ljubljana kommt (gefolgt von Tolmin) - das ist sauberstes Hoch-Slowenisch und hat einfach nur "Charme".
Nehmt Euch ein paar Minuten Zeit und schaut Euch die Grundregeln der Aussprache an, denn es gibt im slowenischen besondere Buchstaben, die wie folgt ausgesprochen werden:

S = Ast, Sting, Samo, Slivovic; stimmloses S
Z = sauber, singen, Sand; stimmhaftes S
Ž = Dschungel, Genie, Journal, Garage; stimmhaftes SCH
Š = schön, schwimmen; stimmloses SCH
C = Zink, zurück, zauberhaft; stimmloses TS, Z
Č = quatsch, tschüss, Zwetschgenwasser; TSCH
V = vor Vokal wie W: Wasser (=voda), Wein (=vino), Bovec (langsam gesprochen)
      vor Konsonanten oder am Ende wie U: Pavlina, Triglav
      sem v Bovcu (u Bouzu; bin in Bovec)
      grem v Bovec (u Bouz = gehe nach Bovec; schnell gesprochen wird das e verschlungen und c ist Konsonant)
L = manchmal wie U (je nach Wort, Akzent und Sprechtempo): am Ende: stol (stou = Stuhl), vor Kosonanten: volk (wouk = Wolf)